Psychiatrische Komorbiditäten

Sucht ist oftmals nur die Spitze des Eisberges

Eine Abhängigkeitserkrankung steht selten alleine. Eine Komorbidität oder komorbide Erkrankung ist eine begleitende psychische Erkrankung, die parallel zur Sucht läuft und nicht selten mit ihr zusammenhängt, sie begünstigt oder sogar aufrechterhält.
 
Psychiatrische Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) bei Suchterkrankungen sind sehr häufig und werden im Rahmen des stationären Aufenthaltes bei uns in die Behandlung integriert. 

Beispiele für psychische Erkrankungen

Als Beispiel für Komorbiditäten, die zusätzlich zur Suchterkrankung vorliegen können, sind folgende psychische Erkrankungen zu nennen:
  • Erkrankungen wie Depressionen, bipolare Störung oder Manie (affektive Störungen)
  • Belastungsstörungen (Krisensituationen, akute und posttraumatische Belastungsstörung)
  • Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Persönlichkeitsveränderungen (Impulskontrollstörungen, Persönlichkeitsstörungen)
  • Angsterkrankungen (Ängste, Sorgen, soziale Phobien, Panikstörung)
Vor diesem Hintergrund ist es wesentlich, nicht nur die Sucht zu behandeln, sondern ein integratives Konzept zur Behandlung aller psychischen Erkrankungen in die Behandlung einfließen zu lassen. Die gesamte Person mit all ihren Symptomen, aber auch Ressourcen und Stärken steht im Vordergrund unserer Therapie.