Diagnose und Therapie der Medikamentensucht

Medikamentensucht

Viele Menschen, die medikamenten- oder tablettensüchtig sind, haben das konkrete Medikament ursprünglich zur Behandlung von Schlafstörungen oder Schmerzen eingenommen. Besonders Betroffene mit chronischen Schmerzen brauchen solche Medikamente über lange Zeit. Oft verschreiben ÄrztInnen Beruhigungsmedikamente wie Benzodiazepine (Tranquilizer). Der Körper gewöhnt sich an die im Medikament enthaltenen Substanzen und verlangt deshalb nach einiger Zeit eine höhere Dosis, um wieder die gleiche schmerzlindernde Wirkungen zu erreichen. Dadurch entsteht die körperliche Abhängigkeit.

Wann ist eine Therapie der Medikamentensucht notwendig?

Für die Betroffenen ist es sehr schwer festzustellen, dass sich ihre Situation durch die Einnahme der Medikamente zwar kurzzeitig, aber nicht dauerhaft verbessert. Spätestens wenn die Wirkung des Medikamentes nachlässt, verspüren die Betroffenen auch die Symptome wieder. Sie empfinden die Beschwerden dann oftmals als noch schlimmer und nehmen noch mehr Medikamente ein – der Beginn einer Medikamentensucht.
 
Personen, die medikamentenabhängig sind, benötigen in der Regel ärztliche Hilfe bei der Therapie gegen Medikamentensucht. Nur ein äußerst geringer Prozentsatz schafft den Entzug ohne ärztliche Behandlung. Das Anton Proksch Institut in Wien hilft hierbei.
 
Unser Therapieprogramm für Medikamentenabhängige umfasst in der Regel einen stationären Teil, gefolgt von ambulanter Nachbetreuung in einer unserer ambulanten Einrichtungen.